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Singapur – Kurzbesuch mit Langzeitwirkung

Als ich März 2009 auf der Reise von Thailand nach Australien einige Tage in Singapur verbracht habe, herrschten bereits 25 Grad und der Himmel war ein tiefblaues Meer voller Versprechungen. Nicht auszudenken, was indes in Deutschland für ein Wetter gewesen sein muss! Dabei fing meine Aufenthalt im Stadtstaat alles andere als einladend mit prasselndem Regen am Changi Airport an. Zum Glück gibt es gleich im Flughafen ein Kino, ein Fitnessstudio und ein Schwimmbad.




Mit Singapurs U-Bahn, der MRT, ist man schnell im Herzen der Stadt. Ich habe mich in einer Niederlassung der weit verbreiteten Kette Tekka Hotel einquartiert. Ein günstiges Mittelklassenhotel, zweckmäßig und sauber. Nur die Klimaanlage war unerträglich laut. Zum Glück hatte ich nicht vor, meine Tage im Hotelzimmer zu verbringen. Die Stadt ist sehr sauber und machte auf mich einen ziemlich sicheren Eindruck. Die Architektur ist geprägt von modernen Hochhäusern und Einkaufszentren. Überall gibt es Angebote für Touristen. Zwar kann Singapur unter den Asiatischen Städten als eine der teuersten gelten, ist für den europäischen Touristen allerdings noch immer günstig. Besonders aufgefallen sind mir die Verbotsschilder, die in den U-Bahn-Schächten und Straßen mit erschreckend hohen Geldstrafen drohen.

Ich habe mir noch am ersten Tag die Orchard Road angesehen, die größte und bekannteste Einkaufsmeile in Singapur. Ein gewaltige Straße, belebt von der Geschäftigkeit hunderter Läden, bevölkert von Touristen und den bunt gemischten Einheimischen – ein unglaubliches Spektakel, das man mit den eigenen Augen gesehen haben muss!
Erstaunt war ich auch über die Küche in Singapur. Es gibt wirklich an jeder Ecke günstiges, ungewöhnliches gutes Essen. Keine Spur von Fast Food Klischees. Fish Head Curry, eine besondere Spezialität, ist ein Gericht bestehend aus gegarte Fischköpfen, Gemüse und Reis in Currysoße. Zugegeben: Für einen Europäer ist Anblick der Fischköpfe zunächst gewöhnungsbedürftig – ich kann in diesem Fall nur jedem raten, mutig zu sein und etwas ungewöhnliches auszuprobieren.

Singapur

Singapur ©iStockphoto/anek_s

In der Nacht meines zweiten Tages habe ich mit in der Mohammed Sultan Road und um den Singapore River das grell beleuchtete, pulsierende Nachtleben mit den hochbesteuerten Alkoholpreisen und der kompromisslosen Spaß-Mentalität angesehen. Ich war in einigen Bars, habe den berühmten Singapore Sling probiert – der, anbei bemerkt, keinen guten Ruf bei den Einheimischen genießt – und ein paar Tiger Beer getrunken. Man kommt hier schnell und gut in Gespräche und lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen.

Am dritten Tag hatte ich leider nur noch wenige Stunden, bevor es für mich wieder mit der MRT zum Changi Airport ging. Alles in allem hat Singapur auf mich einen sehr sympathischen, touristenfreundlichen Eindruck gemacht. Fürs übernächste Jahr habe ich mir fest vorgenommen, auf ein Neues diesen spannenden, lebendigen Stadtstaat zu erkunden!

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