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Mit dem Auto in Singapur

Achtung, Linksverkehr! In der ehemaligen Kolonie der Briten wird links gefahren.




Mietwagen: Für Singapur-Insider und “Wagemutige”

Wer bislang keine Erfahrungen mit dem Linksverkehr sammeln konnte und die Stadt noch nicht gut kennt, wird es in Singapur trotz eines modernen Straßennetzes und disziplinierten Fahrern schwer haben.

Hinzukommt, dass die Mietwagenpreise sehr hoch sind (ab 100 Singapur-Dollar pro Tag), wobei noch zusätzliche Kosten für Benzin, Parken und etwaige Mautgebühren anfallen, sofern man in bestimmte Innenstadtbereiche fahren möchte (“Restricted Area“, fünf Singapur-Dollar pro Tag). Am besten mietet man seinen Mietwagen direkt am Flughafen Singapur.

Ohne Kenntnisse der Stadt und Straßenverhältnisse kann aus einem geplant unbeschwerten Mietwagen-Trip jedoch rasch eine Stresssituation werden. In einem hoch organisierten Staat wie Singapur sind Staus aufgrund einer durchdachten Verkehrsplanung eher selten, was bedeutet, dass der Verkehr in der Regel zügig fließt. Dies wird vor allem durch Maßnahmen wie Über- und Unterführungen, Schnellstraßen oder die durchgehende Einbahnstraßenregelung begünstigt. Die Insel kann mithilfe von Ring-Autobahnen und Expressways rasch und fast ohne Kreuzungen durchquert werden.

Als Nicht-Ortskundiger kann man von den Vorteilen der Stadtplanung nur schwer profitieren, da man sich nicht nur auf das ungewohnte Linksfahren und den (Rush-Hour-)Verkehr konzentrieren muss, sondern kaum Zeit zum langen Überlegen oder Stadtplanlesen haben wird. Ferner sind Parkmöglichkeiten begrenzt. Um Geld und Nerven zu sparen, ist aus diesen Gründen die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel empfehlenswerter.

Marina Bay Sands

Marina Bay Sands ©TK

Wer allerdings mit der Stadt und dem Linksverkehr bereits vertraut ist, einen größeren Ausflug auf eigene Faust machen oder aus anderen Gründen ein Mietwagen fahren möchte, braucht als Voraussetzung einen internationalen Führerschein. Kontaktdaten der Autovermieter sind über die “Yellow Pages” (unter “Car Rental”) oder aber direkt an größeren Hotel zu finden.

Tipps:

– Sichere praktische Fahrkenntnisse sollten vorhanden sein.
– Je weniger man die Stadt kennt, desto schwieriger werden sich die Mietwagenfahrten gestalten.
– Sinnvoller als den Mietwagen am Airport zu übernehmen kann es sein, den Mietwagen ab dem Hotel entgegenzunehmen.

Mit dem Auto nach Malaysia

Bei einem geplanten Ausflug nach Malaysia sollte am besten erst hinter der Grenze ein Wagen gemietet werden. Mietpreise sowie Benzin sind dort um die Hälfte günstiger. Möchte man mit einem singapurschen Wagen nach Malaysia ausreisen, muss der Tank noch eine Füllung von mindestens 75 % aufweisen – diese Regelung fußt darauf, dass in Malaysia das Benzin nur halb so teuer ist.

Die Einwohner Malaysias haben übrigens oftmals die Vorstellung, dass die Bewohner Singapurs äußert reich sind. Aus diesem Grund ist es sehr riskant, singapursche Wagen an Plätzen abgelegener Art zu parken – Einbruchgefahr droht! Singapursche Kennzeichen weisen die Abfolge Buchstaben-Ziffern-Buchstaben auf, während malaiische Wagen drei Buchstaben und darauf folgende Ziffern haben.

Kostspielig und streng geregelt: Auto fahren in Singapur

Für Autofahrer ist kaum ein anderes Land der Welt so teuer wie Singapur. Trotz ihres hohen Preises sind private Pkws selbst in der Mittelklasse als Prestigeobjekt in Singapur reichlich vertreten und die Zahl der Neuzulassungen steigt. Für einen simplen Kleinwagen muss man insgesamt etwa zweieinhalb mal so viel bezahlen wie in Europa. Besondere Scheine, die zum Kauf berechtigen, und hohe Anmeldegebühren werden gefordert.

Ebenso hoch sind die Kosten für Benzin oder Parkgebühren. Ist das Auto älter als zehn Jahre alt, erhebt Singapur aufgrund der erhöhten Pannengefahr und damit verbundenen Verkehrsbehinderungen eine Sondersteuer. Werden Kraftfahrzeuge eingeführt, so kann das mitunter von Abgaben von mehr als 200 Prozent verbunden sein. Zudem gibt es Import-Kontingente.

Ohne Bietverfahren kein Privat-Auto in Singapur

Doch der private Besitz eines Autos ist in Singapur nicht nur sehr teuer, sondern auch mit strikten Regelungen verbunden, da zuerst jeder mögliche Käufer eines Autos eine entsprechende Berechtigung namens “Certificate of Entitlement“ (COE) ersteigern muss. Jedes Jahr wird lediglich eine bestimmte Anzahl von diesen Zertifikaten zur Versteigerung freigegeben. Die staatliche Einrichtung der Land Transport Authority (LTA) trifft die Entscheidung über die Lizenzerteilung.

Ferner sind die Berechtigungen an das jeweilige Fahrzeug gebunden und in ihrer Gültigkeit auf zehn Jahre beschränkt. Das Lizenzverfahren hat sich mit seiner Zielsetzung, die PKW-Anzahl zu limitieren, als erfolgreich erwiesen.

Straßenbenutzungsgebühren in Singapur

Im Zentrum der Stadt begegnen den Autofahrern elektronische Mautsysteme, die mit kostspieligen Abgaben einhergehen. Die Preise variieren nach Verkehrszeiten.

Weekend-Cars

1991 wurden erstmals Wochenend-Autos zugelassen, die lediglich am Wochenende und zwischen 19.00 und 7.00 Uhr an Werktagen gefahren werden dürfen. Diese Weekend-Cars sind weltweit einmalig. Gebühren und Einfuhrzölle sind aufgrund der limitierten Nutzung dann geringer.

Entspannt und günstig: Öffentliche Verkehrsmittel in Singapur nutzen. Die anhaltende tropische Hitze macht es nicht möglich, größere Entfernungen zu Fuß zurückzulegen. Umso besser also, dass es trotz der Größe der Stadt unkompliziert ist, sich in der “Löwenstadt” mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen. Singapurs System des öffentlichen Personennahverkehrs wird zu den weltweit besten gerechnet. Man bemüht sich um eine systematische Ausbauung des bereits engmaschigen Netzes.

Im Unterschied zum privaten Besitz und zur Nutzung eines Autos sind die öffentlichen Verkehrsmittel verhältnismäßig preiswert. Sogar die in anderen Städten meist relativ teure Taxinutzung ist hier so günstig, dass man sich eine Fahrt mit dem Cab nicht zweimal überlegen muss.

Wer einige Tage in Singapur verbringt, kann vom Kauf einer “Easy Card” (EZ-link-Karte) oder einer “Visitors Card”, in welcher eine “Easy Card” integriert ist, profitieren.

Nicht vergessen! In öffentlichen Verkehrsmitteln ist es verboten:

– zu rauchen
– zu essen oder zu trinken
– gefährliche Güter (wie beispielsweise entflammbare Flüssigkeiten oder Gase) zu transportieren!

Bei Missachtung drohen Strafen von 500 bis gar 5000 Singapur-Dollar.