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Ein Kurztrip durch Singapur

Auf meinem Kurztrip durch Singapur gewann ich so viele neue Eindrücke, dass mir diese Reise noch bis heute detailgenau in Erinnerung geblieben ist. Ganz spontan nahm ich einen Flieger nach Singapur, da ich über EBay ein sehr günstiges Flugticket ergattern konnte und zufällig Urlaub hatte. Ich stieg also in den Flieger, zwei Tage nachdem ich mich entschlossen hatte für die Tickets zu bieten. Mit inbegriffen war ein Hotelaufenthalt in Singapur über 10 Tage. Ich kaufte mir noch schnell einen dünnen Reiseführer über die Großstadt in Südostasien und schon konnte die Reise losgehen.




Auf dem langen Flug studierte ich dann sehr genau meine einzige Wissensquelle, die ich über diese weltbekannte Stadt hatte. Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, stieg meine Neugier und meine Abenteuerlust um mindestens das Doppelte, denn ich kannte mich zuvor so gut wie gar nicht aus. Doch die vielen Sensationen und Attraktionen, die die Stadt bot, entlockten mir einen großen Teil Neugier und ich war sehr gespannt auf mein Reiseziel. Angekommen in Singapur, nahm zuerst die riesigen Wolkenkratzer war, auf welche man, vom Flughafen aus, eine sensationelle Sicht hatte! Ich nahm also nach diesem ersten extraordinären Ausblick ein Taxi, um zu meinem Hotel zu gelangen. Denn so viel konnte ich meinem Reiseführer dann doch nicht entnehmen, als dass ich mich schon in der Weltstadt zurechtgefunden hätte. Ich war allerdings äußerst erstaunt über die günstigen Taxipreise und freute mich für nur umgerechnet ca. 6 Euro bis an das andere Ende der Stadt zu gelangen. Während der Fahrt dämmerte es langsam schon und die vielen Lichter der Stadt boten mir einen zweiten sensationellen Eindruck der Stadt. Singapur hat ungefähr 4,5 Millionen Einwohner, die Stadt wirkt jedoch keinesfalls überfüllt.

Wahrscheinlich verteilt sich die Stadtbevölkerung auch noch in den Randgebieten der Stadt und auf dem Rest der Insel. Das Umschwung des Wetters (zu meiner Ankunft waren in Singapur ca. 35 Grad Celsius, während in Deutschland nur 20 Grad vorherrschten) und die sternenklare Nacht ließen mich kaum zu Ruhe kommen. So schlenderte ich in den Straßen rund um mein Hotel umher und beobachtete die Menschen. Es leben sehr viele Europäer und Amerikaner in Singapur, wie es mir schien. Ich hoffte natürlich, dass ich auch ein paar Menschen kennenlernen würde, mit denen ich einen Teil meines Urlaubs verbringen könnte. Da ich allein reiste, viel es mir nicht schwer, auf Menschen zu zugehen und sie um Hilfe zu bitten, z.B. bei Wegbeschreibungen. Mein Englisch reichte aus, um mich mit den meisten Menschen, die ich ansprach, ausreichend verständigen zu können. Ich bekam sofort mit, dass die Menschen aus Singapur sehr warmherzig und offen waren und mir sofort Hilfe anboten oder einen Fahrdienst oder Ähnliches, wenn sie bemerkten, dass ich allein unterwegs war und mich nicht so recht in der großen Stadt auskannte. Diese Eigenschaft der asiatischen Bevölkerung, gefiel mir sehr, da auch ich ein sehr offener und wissbegieriger Mensch bin. So unterhielt ich mich mit einer Person zum Beispiel sehr intensiv über die politische Lage der Stadt und deren Umgebung. Die Wirtschaft boomte und nirgends vermischen sich die verschiedensten Kulturen mehr, als in Singapur.

Singapur

Singapur ©iStockphoto/ake1150sb

Doch trotzallem, sind die meisten Menschen relativ arm, Die Gehälter für stundenlange, mühselige Arbeit sind gering und Kinderarbeit existiert in den Randbereichen der prunkvollen Stadt, trotz Verbotes. Doch der Reichtum der hoch positionierten Menschen steigt unermüdlich und die Modernisierung nach amerikanischem Vorbild findet ohne Pause statt. Dabei erlangte Singapur seine Unabhängigkeit erst im Jahre 1965. Und trotzdem hält die Globalisierung Einzug, ohne auch nur auf die niedrigeren Bevölkerungsschichten Rücksicht zu nehmen, um ihnen ein besseres Leben zu bieten. Nein – die Reichen werden immer noch reicher, während die Armen noch ärmer werden. Es ist ein Kreislauf welcher sich auch in dem gleichnamigen asiatischen Land Singapur nicht stoppen lässt. Zufällig viel in meine Reisezeit auch der 09.August. Dieser Tag ist einer der wichtigsten Tage des Landes. Es ist der Nationalfeiertag. Und da das junge Land erst seit 43 Jahren unabhängig ist, zeigt sich ein großer Nationalstolz bei der gesamten singapurischen Bevölkerung. Der Tag wird so groß gefeiert, dass sogar Schulen und Arbeitsstätten geschlossen haben, sodass jeder Mensch an diesem wichtigen Jahrestag teilhaben kann. Es finden große Paraden und Konzerte statt. Ein Menschenauflauf, den man nur selten zu Augen bekommt ereignet sich an diesem Tag. Diese Erfahrung habe ich mit großem Interesse machen können und sie wird mir für immer und ewig in Erinnerung bleiben, denn ein Volk welches zusammenhält kann auch glücklich sein – trotz überwiegend armer Lebensverhältnisse.